Zeitzeugeninterview am BvA

Die bewegte Geschichte der sechziger und siebziger Jahre, von der sog. Studentenrevolte bis zum gewaltsamen Kampf einiger militanter Organisationen gegen den Staat, ist immer wieder Thema des Geschichtsunterrichts. Zwar scheint diese Zeit heute weit entfernt zu sein, doch stößt die Auseinandersetzung mit ihr oft auf das Interesse der Schülerinnen und Schüler und nicht wenige Themen erweisen sich als auch für die Gegenwart besonders relevant. Foto_Zeitzeugengespraech_2


Eines dieser Themen ist zweifellos der Terrorismus. Wie kam es zur Entstehung einer Organisation wie der RAF, die der Bunderepublik den Krieg erklärte, ein Kaufhaus in Brand steckte, Banken überfiel, Menschen entführte, eine Botschaft besetzte, Morde und Bombenanschläge verübte? Wie kam es zu einer solchen Radikalisierung? Dieser Frage gingen am Montag, den 23. März 2015, Oberstufenschülerinnen und -schüler des Leistungskurses Geschichte in einem Zeitzeugeninterview nach. Zu Gast war Lutz Taufer, der sich als ehemaliges Mitglied der RAF an der Besetzung der bundesdeutschen Botschaft in Stockholm 1975 beteiligte und anschließend eine langjährige Haftstrafe verbüßte, ehe er als Entwicklungshelfer in den Armenvierteln brasilianischer Großstädte ein anderes Leben begann.Foto_Zeitzeugengespraech_1
Die Schülerinnen und Schüler hatten durch das Interview die Gelegenheit, ein tieferes Verständnis der politischen und gesellschaftlichen Konflikte der sechziger und siebziger Jahre zu gewinnen und sich kritisch mit dem Thema „Terrorismus“ zu befassen.

Gn