
Die Fairtrade-Schüler*innenakademie auf der Landesgartenschau in Neuss, organisiert von Fairtrade Deutschland zum Austausch über neue Entwicklungen im fairen Handel sowie konkrete Aktionsideen für das eigene Engagement an der Schule – genau das richtige für uns: Schüler*innen der Jahrgänge EF und 7 mit vertieftem Wissen zum fairen Handel; viele auch mit langjähriger Erfahrung in der Nachhaltigkeits-AG in Begleitung von Frau Kranz. Das war zumindest unsere Erwartungshaltung an die diesjährige Versammlung von rund 160 Teilnehmenden aus ganz NRW. Doch sollte sie sich bewahrheiten?
Angekommen erwarteten uns professionelle Organisation, Verpflegung und wiederholt bekannte Gesichter von vergangenen Fairtrade-Treffen. Umso größer war die Verwunderung mit der Frage begrüßt zu werden, ob man das Fairtrade-Siegel schonmal gesehen habe, welche ein leichtes Unbehagen in uns auslöste.
War diese Sorge um die Zielgruppenorientierung schlussendlich gerechtfertigt?
Die Beantwortung dieser Frage hängt stark vom Befragten ab, da wir uns bewusst auf die verschiedenen Workshops aufgeteilt haben. Einigen von uns bleibt vermutlich nur der Kleidertausch und der Austausch mit anderen Fairtrade-Aktiven besonders positiv in Erinnerung. Andere wiederum betrachten das erlernte Wissen aus den Workshops als ehrliche Bereicherung, darunter etwa die Reflexion von fairem Handel aus dekolonialer Perspektive, wobei wir via Videokonferenz in den Austausch mit einem kolumbianischen Bauern getreten sind. Was lässt sich also abschließend festhalten?
Gelegenheiten wie diese regen immer wieder aufs Neue zum Nachdenken über eigene Projekte an: So auch diese! Deswegen freuen wir uns auf künftige Möglichkeiten mit anderen Fairtrade-Schulen in den Austausch zu treten und eigene Projekte umzusetzen.
Alissa Welsch (EF)
