Klasse 7c auf den Spuren von Trinkwasser

im Aquarius-Wassermuseum im Mülheim

Im Rahmen der Unterrichtseinheit im Fach Chemie „Stoffgemische und Trennverfahren“ beschäftigte sich die Klasse 7c mit der Frage: „Wie wird aus Rohwasser Trinkwasser?“

Bereits im Unterricht untersuchten  die Schülerinnen und Schüler in Gruppenexperimenten verschiedene Wasserarten, wie Regenwasser, Leitungswasser, Rheinwasser und Teichwasser  und stellten fest, dass Wasser nicht gleich Wasser ist. So sieht ein Teichwasser deutlich trüber als Rheinwasser und beide Arten riechen erdig und nicht so frisch wie Leitungswasser.

Im Aquarius-Wassermusem, das in einem stillgelegten Wasserturm untergebracht ist, wurde die Gruppenarbeit am 8.7.2026 fortgesetzt.

Der Themenfokus bildete neben Trinkwassergewinnung auch Wasserschutz und nachhaltiger Umgang mit den Wasserressourcen. Denn obwohl die Erde zu 70 % mit Wasser bedeckt ist, so sind lediglich 3 % davon Süßwasser  und davon wiederum steht nur ein Drittel als Rohwasser für die Trinkwassergewinnung  zur Verfügung.

Nach einer kurzen Einführung, in der die Schülerinnen und Schüler erst mal mit einer Mauer aus 12 Putzeimern konfrontiert wurden, die den täglichen Wasserverbrauch einer Person in Deutschland eindrucksvoll veranschaulichen, ging es in Kleingruppen an die eigentliche Gruppenarbeit, die an digitalen Stationen in 12 Ebenen stattfand. Diese enthielten Simulationen, kurze Videosequenzen, Zuordnungsspiele und vieles mehr. Von der Panoramaebene in 35 m Höhe, die nur über Außentreppe zu erreichen ist, kann man einen schönen Blick nicht nur auf das Gelände des Wasserwerks, sondern über das Ruhrtal haben.

Besonders interessant fanden die Gruppen das Nachhaltigkeitsspiel, in dem man versuchen sollte eine nachhaltige Lösung für ein gravierendes Umweltproblem in einem ausgewählten Land zu finden. Die Lösung wurde dann in eine Zukunftskapsel gesteckt und in die 20 Jahre entfernte Zukunft geschickt. Nach Rückkehr der Kapsel, die eindrucks- und geräuschvoll durch einen Gewirr von Rohren flog, erfuhren die Gruppen, ob ihr Lösungsvorschlag tatsächlich nachhaltig bewertet werden konnte.

Nach dieser erfolgreichen und sehr kurzweiligen Gruppenarbeit waren sich sowohl die Schülerinnen und Schüler als auch die begleitenden Lehrkräfte, Frau Bieberstein und Frau Haag sicher, dass das Aquarius-Wassermuseum als außerschulischer Lernort nicht nur  für das Fach Chemie interessant ist.

(BBS)