

Lennard vom Hofe, Schüler des Bettina-von-Arnim-Gymnasiums, nimmt mit selbst gebautem Mausefallenauto am Wettbewerb der Bezirksregierung Düsseldorf teil
In den letzten Physikstunden der Klasse 5a stand alles unter dem Motto „Das Auto“. Im Rahmen eines kleinen Projekts entwickelten und bauten die Schülerinnen und Schüler in Gruppen eigene Fahrzeuge. Dabei konnten sie verschiedene Möglichkeiten kennenlernen, einen Wagen anzutreiben und die physikalischen Prinzipien dahinter praktisch erproben.
So entstanden ganz unterschiedliche Konstruktionen: Einige Fahrzeuge wurden beispielsweise mit einem Luftballonantrieb in Bewegung gesetzt, andere mit Rückziehmotoren. Eine besondere Herausforderung stellte der Mausefallenantrieb dar. Hier musste die gespeicherte Energie einer Mausefalle so genutzt werden, dass sie die Räder möglichst effizient antreibt und das Fahrzeug eine möglichst große Strecke zurücklegt.
Eine dieser Konstruktionen entstand bei Lennard. Sein im Unterricht gebautes Mausefallenauto erwies sich bereits beim Testen in der Schule als besonders erfolgreich: Es legte mehr als 20 Meter zurück. Damit war die Idee geboren, das Fahrzeug auch beim Mausefallenwettbewerb der Bezirksregierung Düsseldorf an den Start zu bringen. Für den Wettbewerb wurde die Konstruktion noch einmal überarbeitet und weiterentwickelt.
Im Juli war es schließlich so weit. Beim Wettbewerb trafen sich Schülerinnen und Schüler mit ihren selbst entwickelten Fahrzeugen und stellten ihre Konstruktionen auf die Probe. Nach der freundlichen Begrüßung und Anmeldung ging es für Lenny direkt in die Turnhalle zum Testen.
Dabei zeigte sich allerdings schnell, dass die Bedingungen vor Ort deutlich anders waren als beim Test in der Schule. Der unebene Hallenboden stellte das Mausefallenauto vor eine besondere Herausforderung. Während es in der Schule noch mehr als 20 Meter zurückgelegt hatte, schaffte es in der Wettbewerbshalle zunächst nur etwa acht Meter.
Da bis zum Start noch etwas Zeit blieb, durfte Lennard sein Fahrzeug weiter überarbeiten. Mit viel Engagement und technischem Geschick nahm er die Konstruktion noch einmal in Angriff und baute sie eigenständig um. Trotz seiner intensiven Arbeit ließ sich das Fahrzeug unter den Bedingungen der Halle jedoch nicht zu der gewünschten Leistung bringen. Am Ende erreichte es erneut eine Strecke von rund acht Metern. Die besten Fahrzeuge des Wettbewerbs schafften rund 39 Meter.
Auch wenn das Ergebnis zunächst enttäuschend war, war die Teilnahme für Lennard eine wichtige und wertvolle Erfahrung. Ein technisches Projekt zeigt schließlich gerade dann seinen besonderen Wert, wenn nicht alles auf Anhieb funktioniert: testen, Fehler erkennen, verändern und erneut ausprobieren gehören zum technischen Arbeiten dazu.
Die vor Ort betreuenden Lehrkräfte lobten deshalb ausdrücklich Lennards Einsatz und Durchhaltevermögen und ermutigten ihn, seine Erfahrungen für weitere Konstruktionen zu nutzen. Eine erneute Teilnahme im kommenden Jahr ist bereits eine spannende Perspektive.
Der Wettbewerb zeigte damit eindrucksvoll, wie aus Physikunterricht praktische Erfahrungen entstehen können. Ob Luftballon, Rückziehmotor oder Mausefalle – beim Bau der Fahrzeuge konnten die Schülerinnen und Schüler physikalische Zusammenhänge nicht nur theoretisch kennenlernen, sondern direkt ausprobieren und erleben.
Und vielleicht fährt beim nächsten Wettbewerb eines der selbst gebauten Autos dann tatsächlich die entscheidenden Meter weiter.

