Abschlussausflug in Europas Regierungszentrum

Erasmus+ 2017-19

Brüssel, besser bekannt als „Europas Hauptstadt“ und Regierungszentrum der europäischen Union, ist der kulturelle Schmelztiegel Europas und demzufolge gekennzeichnet durch seine multikulturelle Gesellschaftsstruktur, welche jedes Jahr viele Menschen mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen anzieht. Wir beschlossen, uns der Masse anzuschließen und die belgische Hauptstadt als Zielort unseres letzten gemeinsamen Ausflugs im Rahmen unseres proeuropäischen Projektes „TogEUther“ auszuwählen und die „diversity“ am eigenen Leibe zu erfahren sowie den geschichtlichen, politischen und kulturellen Hintergrund der europäischen Union genauer unter die Lupe zu nehmen.

Nach einer weitgehend komplikationsfreien Bahnfahrt erreichten wir am 01.07.2019 Brüssel und auf uns wartete ein kultur – und politikreicher Programmplan und eine große Bandbreite an Attraktionen zur Erkundung des Europaviertels, in dessen architektonischer Vielfalt die unterschiedlichen Institutionen der europäischen Union Raum finden. Den Auftakt bildete ein geführter Rundgang mit einem Abstecher zum Plenarsaal des europäischen Parlaments, in welchem aktuell über die Nominierung eines Kandidaten oder einer Kandidatin zur Besetzung der Position des/r EU-Kommissionspräsenten/in als Nachfolger/in von Jean-Claude Juncker abgestimmt wird. Die Informationen über die Funktionsweise, die Zusammensetzung und die Aufgabenbereiche des politischen Systems der EU vertieften unser Wissen. Ganz besonders beeindruckt hat uns, neben der Größe des EU-Parlaments, die sprachliche Vielfalt: 24 Sprachen sind innerhalb der Tagungen zu Beschlüssen neuer europäischer Gesetzesregelungen offiziell anerkannt. Daneben nutzten wir die interaktiven Erkundungsmöglichkeiten des Parlamentariums und begaben uns im Haus der Geschichte Europas in Teams mithilfe einer Rallye auf eine Reise durch die Entstehungsgeschichte. Ausgehend von der Europaidee nach dem zweiten Weltkrieg, der Rolle des Europarats und den grundlegenden Motiven im europäischen Einigungsprozess erarbeiteten wir die politischen und geschichtlichen Hintergründe Europas bis zur Ausgestaltung der heutigen EU. Auch eine kleine Verschnaufpause im angrenzenden Park Leopold war Bestandteil unseres Programms. Das Highlight unserer Tagestour war ein kleiner Schlenker zu einer typisch belgischen Pommesbude, an der wir uns mit den berühmten landestypischen Kartoffelstäbchen stärken konnten.

Alles in allem haben wir es nicht bereut, Brüssel, das Zentrum der europäischen Vielfalt, als Ort unserer Abschlussspritztour gewählt zu haben. Die Fahrt markierte einen weiteren Höhepunkt des Projekts, setzte gleichzeitig aber auch den Schlussstrich unter die zwei  gemeinsamen erfolgreichen Projektjahre.

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