Der Weg zum Stipendium

Zum dritten Stipendieninformationsabend an unserer Schule konnte der Schulleiter Theodor Lindner am 19.2.2019 etwa 120 Schülerinnen, Schüler und ihre Eltern begrüßen.

Zu Beginn der Veranstaltung stellte Simone Jawor-Jussen von der Universität Düsseldorf das Projekt „Talentscouting“ vor, an dem das BVA teilnimmt. Als Talentscout berät sie Schülerinnen und Schüler ab der EF langfristig bei der Studien- und Berufsorientierung. Hierfür bietet sie regelmäßig Sprechstunden an unserer Schule an.

Für das anschließende Informationsgespräch hatte Dr. Johannes Rauwald Vertreter von sechs verschiedenen Stipendiengebern eingeladen. Vertreten waren die Friedrich-Ebert-Stiftung, die Heinrich-Böll-Stiftung, die Konrad-Adenauer-Stiftung, die Rosa-Luxemburg-Stiftung, die Stiftung der deutschen Wirtschaft und die Studienstiftung des deutschen Volkes. Die meisten Sprecher waren selbst Stipendiaten und konnten daher wirklichkeitsnah und aus eigener Erfahrung über das Auswahlverfahren und den praktischen Nutzen eines Stipendiums berichten. Besonders motivierend war es, dass mit Norman Thies und Julian Buchholz auch zwei ehemalige Schüler des BVA auf dem Podium saßen. Sehr aufschlussreich war die Perspektive von Prof. Dr. Thorsten Müller, einem Mitglied der Auswahlkommission der Konrad-Adenauer-Stiftung.

In der Podiumsdiskussion wurden Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen den Stipendiengebern deutlich. Es ist daher sehr wichtig, die Organisation, bei der man sich bewerben möchte, sorgfältig auszuwählen und sich gut über ihre Art, ihren Zweck und ihre Ziele zu informieren. Manche Stiftungen legen z.B. besonderen Wert auf die Förderung von Studierenden, die einen Migrationshintergrund haben oder deren Eltern selbst nicht studiert haben. Eine erste Orientierung bietet der „Stipendienlotse“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (www.stipendienlotse.de).

In der Podiumsdiskussion rückten viele wichtige Aspekte eines Stipendiums in den Blick. Ein Stipendium fördert materiell durch eine Geldzuwendung und immateriell durch ein breites studienbegleitendes Seminarangebot. Auch entstehen unter den Stipendiaten oft Netzwerke, die später beim Einstieg in den Beruf nützlich sein können. Gute bis sehr gute Leistungen in Schule und Studium haben große Bedeutung, sind aber nicht allein ausschlaggebend. Die meisten Stipendiengeber legen auch Wert auf Bereitschaft zu gesellschaftlichem Engagement.

Der Bewerbungsprozess ist umfangreich und erfordert Zeit und Mühe. Der Aufwand lohnt sich jedoch selbst bei einer Absage, weil man sich intensiv mit seinen beruflichen Zielen auseinandergesetzt hat und Erfahrungen für spätere Bewerbungsverfahren sammeln konnte.

Die Resonanz auf die etwa 90-minütige Podiumsdiskussion war sehr positiv. Die Schülerinnen, Schüler und ihre Eltern fühlten sich anschließend gut informiert und ermutigt. Einige waren erfreut darüber, dass es viel mehr Fördermöglichkeiten als geahnt gibt. Viele nutzten die Gelegenheit zu einem ersten persönlichen Informationsgespräch mit den Referenten.

Die Organisatoren danken Amelie Wöstmann für ihren souveränen Vortrag des Impromptu No. 2 von Franz Schubert zum Auftakt der Veranstaltung. Dank gebührt auch dem Technikteam für die wie immer zuverlässige Licht- und Toninstallation. Vor allem aber wünscht das BVA allen, die nach dem Abitur ein Stipendium anstreben, dass ihre Bewerbung erfolgreich sein möge.

SLo / Bz

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