FAIR TRADE- Ausflüge

zu den Klamottenläden Fairfitters und „Kiss the inuit“  in Köln

Was Fair Trade ist, haben sich mit Sicherheit schon viele Schüler gefragt.Daher haben sich Frau Bergins und die FairTrade AG unserer Schule überlegt, einen Ausflug zu zwei Läden im Herzen Kölns zu machen. Beide verkaufen ausschließlich fair gehandelte Produkte  (vorwiegend Kleidung und Accessoires).

Als wir am Dienstag, den 02.07. um 10 Uhr vor dem Laden „kiss the inuit“  in der Schillingstraße ankamen, begrüßte uns die Besitzerin recht freundlich und stellte sich als Katharina vor.Sie erzählte uns von den Bedingungen, unter denen Baumwolle angebaut wird, zeigte uns verschiedene Siegel (z.B. G.O.T.S. – Global Organic Textil Standard), die belegen, dass die Baumwolle ökologisch (also ohne den Einsatz von Pestiziden) und fair (u.a. wird ein Mindestlohn für die Arbeiter gezahlt) produziert werden. Die Schüler haben sich im Laden umgesehen und verschiedene Klamotten anprobiert.  Anschließend wurden Passanten zu dem Thema angesprochen und befragt.

Bereits im vergangenen Jahr besuchten wir mit der AG ein anderen „fairen“ Klamottenladen in Köln, nämlich Fairfitters auf der Brüsseler Straße. Damals begleitete uns die Klasse 9b mit Frau Zettner und Frau Bergins. Vor dem Laden teilten wir die Gruppe in zwei kleinere Teile und schickten einen Teil los, um mit vorher im Unterricht vorbereiteten Umfragebögen Passanten in Köln zu dem Thema FairTrade zu befragen. Der andere Teil der Gruppe folgte dem Besitzer Phillip in den Laden, setzte sich in einen Kreis um ihn und hörte ihm zu, wie er sich zunächst einmal vorstellte und wie er zu Fairfitters kam. Er lernte während seines BWL- Studiums seine Frau Viola kennen, mit welcher er den Laden gründete nachdem er 2014 seinen Job als Manager aufgab, da dieser ihn nicht mehr „erfüllte“. Dank seiner neu gewonnenen Freizeit konnten sich seine Frau und er eine Auszeit leisten und kamen während einer großen Reise auf die Idee, einen Eco Fashion Concept Store zu eröffnen.

Was soll das bedeuten ?

Für die beiden bedeutete es, etwas Sinnvolles zu tun und einen Beitrag zur Rettung der Natur zu leisten.Für uns heißt das, dass wir in der „Öko-Garage“ nachhaltig und ausschließlich unter ethisch korrekten Bedingungen produzierte Kleidung finden, mit dessen Kauf wir der Natur helfen und den Menschen, die unsere Kleidung herstellen. Phillip selbst war auch in Bangladesch in den Fabriken vor Ort, er erzählte wie schrecklich das Leid in diesen sei. Er hat jedoch nach langer Suche Fabriken gefunden die sowohl fair bezahlen, als auch menschenwürdige Arbeitsbedingungen bieten. Das ganze Leid, sagte er, würde von uns unterstützt, da wir möglichst billig Kleidung kaufen wollen und die Unternehmen möglichst viel Gewinn machen wollen. Das Ergebnis sind katastrophale Arbeitsbedingungen für die Menschen in Entwicklungsländern. Nach Phillips Ansprache durften wir Fragen stellen, auch persönliche,  die er bereitwillig beantwortete. Anschließend tauschten wir die Gruppen und befragten die Passanten. Nachdem auch die zweite Gruppe seinen Vortrag gehört hatte gingen wir alle gemeinsam ein Eis essen und wurden aus dem Ausflug entlassen.

Konstantina Patenidou

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